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Ihr Reiseführer für Ägypten

Assuan im Schoß des Nils


Assuan fungiert als südlichste Stadt Ägyptens bereits seit dem Altertum als Grenzstadt, sie bildet die Verbindung zu Nubien und Afrika. Dort befand sich das Zentrum des damaligen Handelsumschlagsplatzes und des größten Elfenbeinmarktes.

 

Zwar strotzt Assuan wie andere ägyptische Städte nicht von Sehenswürdigkeiten, welches aber seine idyllische Lage am Nil wieder wettmacht. Das dunkle Wasser des Nils steht in absolutem Kontrast zu dem goldnen Sand der Sahara, welche der Fluss exakt in Assuan zerteilt. Überall sieht man Feluken die sanft und friedlich um die kleinen Inseln des Nils herumsegeln.

 

 

 

An der Uferpromenade des Nils befindet sich die Haupteinkaufsstrasse von Assuan. In herrlicher Atmosphäre lässt sich hier wunderbar bummeln und genießen. Abends sollte man den herrlichen Sonnenuntergang nicht versäumen, die in der Antike als Re bezeichnete Sonne galt bei den alten Ägyptern als heilig und wurde verehrt. Es ist ein Erlebnis zu sehen, wie die Sonne vom Himmel steigt und mit den Wassern des Nils zu verschmelzen erscheint. In diesem Moment kann man die Traditionen der Alten gut nachvollziehen.

Assuan als Stadt der Moderne profitiert vom wirtschaftlichen Aufschwung den der neue Staudamm mit sich gebracht hat. Sie ist auch heute noch im stetigen Wachstum, obwohl bereits jetzt eine Einwohnerzahl von 500.000 Menschen verzeichnet wird. Der Stadtkern besteht aus zwei markanten Straßenzügen.

 

Eine davon ist die ca. 2 Kilometer lange äußerst gepflegte Corniche, welche direkt am Nil entlang verläuft. Den Gegensatz dazu bildet die parallel verlaufende Basarstrasse. Speziell die Basare sind stark afrikanisch geprägt, man erhält hier landestypische Textilen, Schmuck und exotische Gewürze. Gemeinsam bilden die beiden Strassen das Zentrum der Stadt. In Assuan steht dem Interessierten offen das großzügig angelegte Nubische Museum zu besuchen. Dort erfährt man vieles über die Geschichte und Kultur Nubiens aus allen verzeichneten Epochen.

Die wohl berühmtesten Bauwerke unserer Zeit sind die Staudämme von Assuan. Mit einer Länge von zwei Kilometern, 50 Metern Höhe und 30 Metern Breite wurde die Grundlage des alten, von 1898 bis 1902 erbauten Dammes gelegt. Mittlerweile wurde er bereits zweimal erweitert. Ein unglaubliches Bauwerk, das man bei einem Aufenthalt in Assuan unbedingt besichtigen sollte. Das Fotografieren des Staudammes ist jedoch strengstens untersagt.

 

Als Relikt alter Zeiten lässt sich das so genannte Nilometer noch im nördlichen Teil von Assuan bestaunen. Es handelt sich hierbei um ein Instrument zur Messung des Nilstandes. In der Antike war dies die Grundlage zur Berechnung der Steuer – je höher der Wasserstand, desto ertragreicher die Ernte, desto höher die Steuern. Auch heute noch lassen sich die römischen, griechischen, ägyptischen und arabischen Zahlen auf den alten Marmortafeln ablesen.

 



Plant man Ausflüge in Assuan zu machen so empfiehlt sich als Transportmittel einmal eine Feluke zu testen. Diese ureigenen Segelbote bieten ein einmaliges Erlebnis, so reisten schon die alten Ägypter vor 3000 Jahren. Ein Tipp wäre eine Segelpartie zum Mausoleum des Aga Khan das hoch über dem Nil thront. Von dort aus bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die roten Felsenhügel von Assuan und dem einige Kilometer entfernten Hochdamm im Süden.

Assuan ist in erster Linie eine Stadt zum Genießen. Hier kann man die Seele baumeln und die Einzigartigkeit der kontrastreichen Landschaft auf sich wirken lassen.

 



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