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Ihr Reiseführer für Ägypten

Die Ur-Pyramide Ägyptens

- das Grabmahl des König Djosers


Sakkara in Memphis diente 3000 Jahre lang als Begräbnisstätte bekannter ägyptischer Könige. Die Anlage in einer Größe von 15 Hektar Fläche wurde von einer Mauer geschützt und nur ein enges Portal führte durch einen Korridor aus Säulen in den eigentlichen Gebäudekomplex der kolossalen Begräbnisanlage.

Ägyptens erstes königliches Steinbauwerk, Pharao Djosers Stufenpyramide, beherrscht schon aus der Ferne die Nekropole durch ihr imposantes Erscheinungsbild. König Djosers Minister, der berühmte Baumeister Imhotep, erschuf dieses beeindruckende Bauwerk bereits um 2665 vor Chr., aufgrund dieser außerordentlichen Leistung wurde er später zum Gott erhoben.

 

In nur 19 Jahren Regierungszeit des Djosers entstand diese Urform aller Pyramiden, sie ist der erste monumentale Steinbau der Welt. Was die Technik betrifft, so wurden vor Djoser fast nur Lehmziegel für Großbauten verwendet. Imhotep jedoch schuf sein Meisterwerk aus Kalksteinblöcken, welche den Witterungseinflüssen wesentlich besser trotzten.

 



Pyramiden erfüllten alleine die Eigenschaft eines königlichen Grabes. Jeder ägyptische Pharao schuf sich eine Festung für die Ewigkeit, denn nach dem alten Glauben lebt der Gott-König nach dem Tod in seiner Grabstätte weiter. Ein Grund weshalb diese Komplexe so pompös und geräumig ausfielen war, sie sollten dem Pharao ein angenehmes Leben im Jenseits gewähren.

 

Die Stufenpyramide besitzt die Außenmaße von 110 Metern Länge und 121 Metern Breite im Grundriss. Die sechs Stufen der Pyramide erlangen eine Gesamthöhe von 60 Metern. Die Stufen symbolisieren die Himmelsleiter über die der König zu den Göttern aufsteigt.

 

Die Sargkammer selbst liegt inmitten eines verwinkelten Labyrinths im unterirdischen Zentrum des Bauwerks. Gesichert ist die Grabkammer durch einen aus mächtigen Granitblöcken gemauerten Raumes. Gezählt wurden vier Lagen Granit, welche die Kammer versiegeln.

 

Die einzige zylindrische Öffnung am Nordende diente vermutlich als Schacht zum Herablassen des Sarkophags. Der knapp 1 Meter breite Schacht wurde nach der Einbringung des Leichnams mittels eines 3,5 Tonnen schweren Granitpfropfens endgültig verschlossen. Durch diese Maßnahmen sollte der Pharao vor Grabräubern geschützt und seine Totenruhe erhalten werden.

Unterhalb der Granitkammer führt ein 28 Meter langer Schacht senkrecht in die Tiefe. Weit unten im Schoß der Erde lenkt sein Weg in die verborgenen Galerien, den Aufbewahrungshallen wertvoller Grabbeigaben. Bei archäologischen Grabungen entdeckte man in diesem Areal um die 40.000 wertvolle Steingefäße die dem Pharao auf seine letzte Reise mitgegeben wurden.

 

 

 

Die oberirdischen Teile der Pyramide waren wesentlich dem Geltungsbedürfnis und dem Ausdrucks der Macht gewidmet. Die wichtigen und schützenswerten Elemente der Grabstätte befinden sich unterhalb der Stufenpyramide tief im Erdreich. Insgesamt wurden über 5,7 Kilometer lange Tunnel, Schächte, Kammern, Vorratsräume und Labyrinthe bei Forschungen entdeckt.

Wie bei jeder ägyptischen Grabstätte befand sich auch an der Djoser-Pyramide ein Totentempel, heute sind davon nur noch die Überreste zu sehen. Die überlebensgroße Statue aus dem Tempel des Djosers befindet sich im Ägyptischen Museum in Kairo. Es finden in Sakkara fortwährend Ausgrabungen statt, die darauf hoffen lassen in den kommenden Jahren noch weitere Geheimnisse der Pyramiden und deren Erbauern lüften zu können.

 

 



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