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Ihr Reiseführer für Ägypten


Die Nilinsel Elephantine


Die Insel Elephantine liegt inmitten des Nils im Bereich des heutigen Staudammes von Assuan. Sie lässt sich vom Festland aus gut über Fähren oder der Überfahrt mit einer Feluke erreichen. Die Insel ist klein und überschaubar. Mit einer Länge von knapp 1,5 Kilometern lässt sie sich auch gut zu Fuß erkunden. Neben den Überresten zahlreicher Kultstätten existieren auf Elephantine heute zwei bewohnte nubische Dörfer.

 

In der Zeit der Pharaonen lag auf Elephantine der Sitz der Hauptstadt Oberägyptens, heute erfüllt diese Aufgabe das gegenüberliegende und nur durch den Nil getrennte Assuan. Ebenfalls war sie der Hauptkultort um den Gott Chnum.

 



Chnum, der widderköpfige Gott galt als Herr des Nils, im Glauben der alten Ägypter hingen allein von seiner Gunst die jährliche Überflutung der Nilufer und damit verbunden die Fruchtbarkeit des Landes ab. Genau aus diesem Grund wurde ihm diese Insel gewidmet und ein Tempel von unglaublicher Größe zu seinen Ehren erbaut. Neben ihm fanden seine Gottgemahlin Satet und seine göttliche Tochter Anuket ihren Platz auf dem Eiland.

In pharaonischer Zeit erhob sich an der Südspritze der Insel die Grenzstadt des alten Ägyptens, genannt Abu. Elephantine beherbergt ein kleines Museum welches die interessanten Ausgrabungsgegenstände der Insel behütet. Die bekannteste Attraktion ist vermutlich das Nilometer.

 

Ein schräger Treppensteig zum Nil diente in der Antike als Maßeinheit des Wasserstandes. In weißen Marmortafeln aus der Römerzeit sind auch heute noch die Messskalen der vergangenen Zeiten zu erkennen. Heute hat dieses Messverfahren jedoch aufgrund des permanent niedrigen Wasserpegels durch den Staudamm keine Funktion mehr.

Die aus römischer Zeit stammende Kaianlage auf Elephantine ist am treffensten mit einer monumentalen Terrasse zu vergleichen. Sie umschlingt in ihrem Inneren den Chnum-Tempel, der umgeben von Ruinen das höchste Plateau des Hügels bildet.

 

 

 

Von diesem einst so monumentalen Bauwerk sind heute nur noch ein umgestürzter Schrein aus reinem Granit und ein imposantes, facettenreich verziertes Tor aus demselben Material vorhanden. Man kann erahnen, welche Ausmaße diese Anlage in ihrer Glanzzeit, der 30. Dynastie gehabt haben muss. Etwas nördlich des Chnums-Tempels erhebt sich der zwischenzeitlich wieder rekonstruierte Tempel der Satet, der Gemahlin des Chnum. Selbst die berühmte Pharaonin Hatschepsut hat sich durch den kleinen Peripteros, einem Opferplatz, auf Elephantine verewigt.

Elephantine ist zwar nur eine kleine Insel mitten im Nil, sie bietet aber eine ganz komprimierte Fülle an Sehenswürdigkeiten für den Gast des Landes. Elephantine galt bei den alten Ägyptern als heiliger Ort und wenn man sich vom Geist der alten Zeit beim Betrachten dieser mystisch anmutenden Tempelruinen inspirieren lässt, kann man das Spirituelle und Geheimnisvolle dieser Insel auch heute noch spüren.



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