Startseite Kontakt Impressum

Ihr Reiseführer für Ägypten

Der Nil


Der Nil ist mit 6671 km der längste Fluss der Erde und wird als die Lebensader Ägyptens bezeichnet. Da der Nil direkt an den mächtigen Bauwerken der Ägypter vorbeiführt, kann man bei einer Nilkreuzfahrt zu den Relikten vergangener Zeiten reisen.

Bis zu seiner Mündung im Mittelmeer durchfließt der Nil 6 Staaten, Burundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten. Durch den Nil und seine Nebenflüsse wurde erst die Kultur und das Leben im alten Ägypten möglich, woraus die überragende wirtschaftliche Bedeutung des Nils für die Ägypter zurückzuführen ist.

 

 

Der Nil in Ägypten

 

Im Westen wird Ägypten von der libyschen Wüste, im Osten von der nubischen und der arabischen Wüste eingeschlossen. Die Überschwemmungen des Nils führen dazu das Ägypten nicht eine einzige große Wüste mit nur wenigen Oasen ist.

 



Der fruchtbare schwarze Schlamm der jedes Jahr nach der Überschwemmung zurückblieb machte Landwirtschaft und so die Entwicklung zu einer Hochkultur möglich. Mit dem tonhaltigen Schlamm konnten Häuser gebaut werden. Der Nil war die Handelstrasse, auf ihm wurden alle Materialen transportiert die nicht in Ägypten vorkamen, beispielsweise Holz.

 

Es wurden aber auch Steinquader für den Bau der Pyramiden auf dem Nil herangebracht. Bei einem niedrigen Wasserstand wurden die Schiffe über das Land gezogen. Erst das Segel, das 3350 v. Chr. Erfunden wurde, erleichterte die Schifffahrt auf dem Nil.


Es wurden künstliche Kanäle und Seen angelegt um Trockenperioden überwinden und Wüstenstädte gründen zu können. Da dies ein einzelner ägyptischer Bauer alleine nicht bewerkstelligen konnte, schlossen sich die Bewohner einer Region zu sogenannten Gauen zusammen, der von einem gewählten Fürsten verwaltet wurde.

Da das Leben der Bauern von den stark schwankenden Überschwemmungszeiten und den Pegeln des Nils abhing, wurden die Steuern nach dem Stand des Nils festgesetzt.

 

 

Verlauf des Nils

Der Nil entspringt aus zwei Quellflüssen, dem etwas kürzeren blauen und dem wesentlich längeren, dem weißen Nil.

Der blaue Nil entspringt in Äthiopien und durchströmt den Tanasee. Der weiße Nil entsteht aus den Quellflüssen des Akagera Nil. Dieser wird von den Wassern aus den Gebirgen von Ruanda und Tansania gespeist. Im südlichen Sudan erreicht er die Sümpfe des Sudd, als Bahr al Jabal.

 

Bei Khatum vereinigt er sich mit dem blauen Nil, nachdem er vorher den Bah al-Ghazal und den Sobat in sich aufgenommen hat. Wegen der unterschiedlichen Färbung iher Wasser kann man die beiden Flüsse selbst nach einigen Kilometern noch von einander unterscheiden. Er fließt ca. 2700 km durch die nubische und arabische Wüste.

 

 

 

Zwischen Khartum und Assuan sind immer wieder Granitbarrieren. Von den 6 Katarakten die sich vor 1970 noch dort befanden sind 2 in den Fluten des Assuan-Staudamm untergegangen. Der Assuan-Staudamm ist rund 3,5 km lang und 110 m hoch. Dadurch staut er den Nil zu einem 501 km langen und 20 km breiten Nasser-See.

 

Durch den Staudamm kann die Wasserdurchflussmenge in den landwirtschaftlichen genutzten Randzonen reguliert werden. Allerdings ist die ausbleibenden Überschwemmungen und die damit verbundenen Auffrischung der fruchtbaren Erde ein großer Nachteil. Dadurch sind die Bauern gezwungen Dünger zu verwenden. Der Rückgang der Bodenerträge aber auch der Fischereierträge ist die Folge.

Zurzeit wird 140 km nördlich von Luxor eine neue Staustufe gebaut, die Naga Hammadie. Sie soll mit zwei weiteren Staustufen die Strom- und Wasserversorgung in Oberägypten verbessern.

Heute hat der Nil den Tourismus für sich gewonnen. Nilkreuzfahrten steuern die Sehenswürdigkeiten an, die direkt am Nil gelegen sind. Sie starten und enden fast alle in Luxor.

 



© Ägypten Reiseführer - Das Taucherparadies! | Disclaimer